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Liebe Eltern!

Hoffentlich geht es Ihnen und Ihren Liebsten gut. 

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen hilfreiche Informationen zukommen lassen, wie Sie Ihren Alltag für alle Beteiligten gut gestalten können und mit der Situation gut umgehen können.

Informationen von Frank Jacob, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) an der Psychologischen Hochschule Berlin, zum Überstehen der häuslichen Isolation und Quarantäne.

 

 

Elternwissen in Zeiten von Corona: herausgegeben von: 

AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e. V.

 

Mit der Zeit sammelt man sicher viele Erfahrungen, wie man diese Zeit am besten gestaltet, damit man mit seiner Familie den momentanen Alltag neu und zufriedenstellend für alle gestaltet.

Aus diesem Grunde haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen vielleicht helfen könnten. Suchen Sie sich die Dinge heraus, die für Sie passend sind.

Alle SchülerInnen der Grundschule Schillerschule haben in den letzten Tagen ein Materialpaket bekommen. Dieses ist für die tägliche Arbeit (von Montag bis Freitag) gedacht. 

 Unser Gestaltungsvorschlag für einen Tag im Heimunterricht:                                                         

  • Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, was an dem Tag zu erledigen ist.
  • Planen Sie nicht zu lange Arbeitsphasen ein (1. Und 2.-Klässler 20 – 40 Minuten am Stück, 3. Und 4.-Klässler bis zu 50 Minuten am Stück)
  • Zwischen den Phasen soll sich das Kind bewegen, oder sich mit etwas ganz Anderem beschäftigen. Pausen sind wichtig, damit im Anschluss wieder konzentriert gearbeitet werden kann.Planen Sie also Frühstückspause und Bewegungszeiten mit ein.
  • Planen Sie auch Aufgaben aus dem Kunst-, Musik- oder Sportunterricht mit ein. (Ideen dazu gibt es auf der Homepage unter dem Menüpunkt „Digitales Lernen“.)
  • Planen Sie feste Zeiten für die Mediennutzung ein. Auch digitale Übungs- und Lernspiele sollten feste Zeiten haben und der Konsum sollte zeitlich eingegrenzt sein.
  • Analoge Medien können Kinder helfen Langeweile zu besiegen. Mit Büchern, Karten- oder Brettspielen können Kinder vieles lernen.

Hier ist unser Vorschlag für einen Plan als Strukturierungshilfe des Tagesablaufes: 

Nicht alle Bereiche sollen täglich abgedeckt werden, sondern suchen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind die passenden für den anstehenden Tag aus.

 

 

Die Strukturierungshilfe kann als Vorlage ("Bild im neuen Fenster öffnen") ausgedruckt werden.

Der Grundschulverband rät Folgendes:

Liebe Eltern!

●●Lassen Sie Ihr Kind Bücher zum Vorlesen aussuchen.
Lesen Sie vor und unterhalten Sie sich mit dem Kind über die Geschichte. 


●●Suchen Sie gemeinsam etwas aus, was das Kind alleine lesen kann. Lassen Sie sich später davon erzählen. 


●●Spielen Sie gemeinsam Karten-Spiele (wie z. B. Uno, Elfer raus, 6 nimmt, Vier gewinnt, Skat etc.), Würfel-Spiele und Buchstaben-Spiele wie Scrabble 
und Schreib-Spiele wie „Stadt, Land, Fluss“ oder Ähnliches. 


●●Machen Sie ein Spiel daraus, alles zu zählen: „Wie viele Stuhlbeine gibt es bei uns?“ 


●●Lassen Sie die Kinder mit LEGO oder Ähnlichem bauen und konstruieren (z. B. auch nach Bauanleitungen) und interessieren Sie sich für die Produkte. 


●●Ermutigen Sie Ihr Kind, Geschichten oder Tagebuch zuschreiben, auch am Handy/PC. 


●●Lassen Sie Ihr Kind im Fernsehen die „Sendung mit der Maus“ (ab 18.3. täglich oder im Internet) oder andere Wissens- und Sachsendungen (KIKA und Ähnliches) gucken. Lassen Sie es aufschreiben oder aufmalen/aufzeichnen, was es toll fand. 


●●Stellen Sie sich gegenseitig 1x1- oder Plus- und Minusaufgaben und erfinden Sie gemeinsam weitere Rechenaufgaben. 


●●Stellen Sie dem Kind Alltagsmaterialien wie Dosen, Kartons, Schnüre, Papier, Farben, Schere, Stifte und Klebstoff zum Basteln und Malen etc. zur Verfügung. 


●●Gehen Sie gemeinsam nach draußen, beobachten Sie Pflanzen und Tiere. Was man nicht kennt, kann man fotografieren und zu Hause dazu in Büchern oder im Internet recherchieren und die Ergebnisse aufschreiben. 


●● †Beschränken Sie reinen Medienkonsum und nutzen Sie Handys und Tablets für kreative Aufgaben (Trickfilm-Apps, Erstellung multimedialer Bücher, Programmieren). 


●● †Suchen Sie alte Kleidungsstücke heraus und lassen Sie die Kinder ein Rollen- oder Theaterspiel aufführen. 


●●Geben Sie den Kindern Knobelaufgaben oder Rätselhefte. 
Denken Sie auch daran: Die Schulschließung ist eine Chance, dass Kinder einmal etwas mehr selbstbestimmt tun können, was ihnen wichtig ist, und nicht immer nur nach Erwachsenen-Wünschen lernen müssen. Das bedeutet aber nicht, sie mit Medien wie Fernsehen, Computern, Tablets und Handys alleinzulassen. 
Also: Eltern können anregen, vorschlagen, mitmachen, aber sie sollen vor allem die Kinder fragen, was SIE interessiert, was SIE wissen und tun wollen, und dann zu gemeinsamen Absprachen kommen.