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Rico – Pädagoge auf vier Pfoten

Hundeunterstützte Pädagogik an Ludwigshafener Schulen

Ein besonderes Angebot der Schulsozialarbeit an der Grundschule Schillerschule Mundenheim

Rico ist der Hund des Schulsozialarbeiters Ralf Wolf. Rico hat einen freundlichen Charakter, einen guten Grundgehorsam, mag alle Menschen, vor allem Kinder und bleibt in allen möglichen Situationen aggressionsfrei. Auch bei größeren Menschenmengen, ungewohnten Geräuschen und ähnlichem, bleibt er stets ruhig und gelassen. Nach einer speziellen Ausbildung zum Schul- und Therapiehund mit abschließender Prüfung darf er zur pädagogischen Unterstützung an Schulen eingesetzt werden.


Ein Hund in der Schule — was soll das?

 Zahlreiche Erfahrungsberichte und auch wissenschaftliche Studien belegen die positiven Wirkungen eines Schulhundes in einer Schulklasse.

 Die Anwesenheit eines Hundes in einer Schulklasse

·         steigert die Aufmerksamkeit

·         fördert die soziale Integration einzelner Kinder

·         schafft eine freundliche und angenehme Lernatmosphäre

·         fördert einen intensiveren und freundlichen Umgang miteinander

·         senkt den Geräuschpegel

·         mindert aggressives Verhalten

·         sorgt dafür, dass Kinder lieber zur Schule gehen

Was macht ein Hund in einer Schulklasse?

 

·       Schon alleine durch seine Anwesenheit sorgt er für die vorher genannten Effekte.

·       Er kann bei der Wissensvermittlung zum Lebewesen Hund helfen, insbesondere auch zum richtigen Umgang mit Hunden und zum  richtigen Verhalten gegenüber Hunden.

·       Er hilft bei der Stärkung der Persönlichkeit der Kinder (Selbstbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Empathiefähigkeit, Verantwortungsbewusstsein etc.) durch Übungen mit dem Hund („Sitz“, „Platz“, Leinenführung und ähnliches).

·       Er fördert das soziale Lernen (Rücksichtnahme, Einhaltung von Verhaltens- / Umgangsregeln, gegenseitige Verantwortung, Kooperationsfähigkeit etc.) durch seine Anwesenheit und durch Kooperationsübungen mit Einbeziehung des Hundes.

·       Er steigert die Lernmotivation indem er z. B.

-              Schreibanlässe bietet (Briefe an den Schulhund, Schulhund-Geschichten, Arbeitsblätter zum Thema Hund etc.)

-              Leseanlässe bietet (der Hund als Vorlesepartner, Informationen über Hunde sammeln etc.)

-              Rechenanlässe bietet (Futtermenge berechnen und ähnliches)

 

Die Grundbedingungen für den Hundeeinsatz

 

·       Erst mal müssen alle Beteiligten (Eltern, Lehrer, Kinder) einverstanden sein (wenn auch nur einer der Beteiligten Einwände hat oder eine    bekannte Tierhaar-Allergie vorliegt, wird Rico die betreffende Klasse selbstverständlich nicht besuchen).

·       Vor dem ersten Besuch werden mit den Kindern Regeln zum Umgang mit dem Hund vereinbart.

·       Mit der Lehrkraft werden Ziele und Inhalte des Einsatzes abgestimmt.

·       Rico ist immer in Begleitung von Ralf Wolf.

·       Ein Hund hat eine andere Belastungsgrenze als wir Menschen! Kein Hund – auch kein besonders belastbarer und gut ausgebildeter Schulhund – sollte täglich und auch keinen kompletten Vormittag in Schulklassen eingesetzt werden. Dies würde ihn auf Dauer überlasten und wäre aus Gründen der Sicherheit und des Tierschutzes, d. h. dem Wohl des Hundes, nicht zu verantworten. Ein verantwortungsbewusster Schulhundeführer muss besonders auf die individuelle Belastungsgrenze seines Hundes achten und während eines Einsatzes Stresssignale sofort erkennen können und entsprechend reagieren. Deshalb kann ein Einsatz auch nur im Team Hund – Hundeführer erfolgen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Entspannung („Einfach nur Hund sein dürfen.“) ist enorm wichtig. Nur ein ausgeglichener Hund, der mit Freude seiner Arbeit nachgeht, kann als Schulhund erfolgreich wirken! Deshalb kann Rico selbstverständlich nicht alle Klassen der Schillerschule besuchen, zumal er auch immer mal wieder auch von anderen Schulen „gebucht“ wird.

·       Selbstverständlich wird Rico regelmäßig geimpft, entwurmt und vorbeugend gegen Ektoparasiten (Flöhe, Zecken u. ä.) behandelt. Sein Gesundheitszustand wird regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert. Ein verantwortungsbewusster Schulhundeführer achtet selbstverständlich auch besonders auf den aktuellen Gesundheitszustand seines Hundes. Der Einsatz eines akut kranken Hundes wäre nicht nur ein unnötiges Sicherheitsrisiko, sondern natürlich auch dem Hund nicht zumutbar; wenn wir krank sind, können wir schließlich auch nicht arbeiten.

 

Der Ablauf einer „Hundestunde“

Vor allem auch um bei den Kinder und dem Hund Sicherheit und Vertrauen zu schaffen, aber auch Übernahme von Verantwortung zu förden folgen feste Rituale: Ein KInd füllt die Wasserschüssel, ein anderes breitet die Hundedecke an einem ruhigen PLatz im Klassenzimmer aus. Es folgt eine Brgeüßungsrunde mit gegenseitigem Beschnüffeln und Streicheln. Der weitere Ablauf ist abhängig von den Absprachen mit der Lehrkraft.